Historisches Museum Saar: Stiftung Wissensart fördert die Ausstellung „Illegal. Street Art Graffiti 1960 – 1995“

Vom 17. Mai 2024 bis 23. Februar 2025 zeigt das Historische Museum Saar die Ausstellung „Illegal. Graffiti und Street Art 1960 – 1995“. Die Schau verknüpft internationale mit regionaler Urban-Art-Geschichte. Ausgestellt werden dabei ausschließlich illegal entstandene Werke. Sie setzt mit Brassaï ein und endet, als erste Werke Banksys in England auftauchten. Der Schwerpunkt liegt auf Style Writing und Street Art ab 1960 – mit einem Schwerpunkt auf dem Dreieck Paris-Düsseldorf-Zürich. 

Arcanes archiviert urbane Kunst, damit sie nicht in Vergessenheit gerät

Gespräch mit Nicolas Gzeley von Arcanes, Centre national des Archives Numériques de l’Art Urbain in Paris.

Arcanes wurde auf Initiative der Fédération de l’Art Urbain gegründet und besteht aus Kennern urbaner Kunst. Archiviert wird Urban Art in all seinen Facetten. Die Archivierung bildet die Grundlage für eine akademische Forschung, um die Geschichte dieser Bewegung zu bewahren und weiterzugeben.

KP Flügel, Stiftung wissensART, hat mit Nicolas Gzeley vom Centre Arcanes gesprochen.

Unser Engagement.

Die Verbindung von Kunst und Wissenschaft ist in den vergangenen Jahren wieder in den Fokus geraten. Der Begriff ART stammt vom lateinischen ars ab, der sowohl für Kunst als auch für Wissenschaft steht.  Auf dieser Grundlage realisiert die Stiftung wissensart Projekte in der Bereichen Soziokultur, Urban Art, Literatur und Migration, sowie die Auseinandsetzung mit den Folgen der Corona Pandemie im Bereich Kultur.

Interaktionen zwischen Kunst und Wissen werden aufgegriffen.

Aktuelles

Ulrich Blanché, Kurator der Ausstellung „Illegal. Street Art Graffiti 1960-95“: „Mich interessieren besonders Arbeiten, die nur illegal auf der Straße funktionieren…

KP Flügel führte ein Interview mit Ulrich Blanché zur Intention der Ausstellung.

 

Foto: Sinje Hasheider,  Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH)

‚Eine Stadt Wird Bunt‘, Hamburg Graffiti History 1980 – 1999 geht am 7.Januar 2024 zu Ende!

Im Jahr seines 100-jährigen Jubiläums präsentiert das Museum für Hamburgische Geschichte mit der Ausstellung ‚Eine Stadt Wird Bunt’ mit aktuell 100.000 Besuchern seit dem 2.11.2022 eine der erfolgreichsten Sonderausstellungen des Hauses.

Die Ausstellung, die noch bis zum 7. Januar 2024 zu sehen ist, beleuchtet die ersten Jahrzehnte der Hamburger Graffiti-Kultur anhand von fast 500 szenetypischen Exponaten – darunter Fotos, Skizzenbücher, Sprühdosen, Magazine, Schallplatten und Accessoires. In Form von eindrucksvollen Raum-Inszenierungen und interaktiven Medienstationen bietet die Ausstellung zudem die Möglichkeit, in die Entstehung der Hamburger Graffiti-Szene hautnah einzutauchen und verschiedene Akteure im Interview zu erleben.

Eine derjenigen, die das Projekt von Anfang an vorangetrieben hat, ist die aktuelle Direktorin des Museums für Hamburgische Geschichte Prof. Bettina Probst.

Marita Brinkmann hat mit ihr ein Interview geführt.

 

„Was macht Street Art mit Stadt und Gesellschaft?“

Als Einstieg in den Diskurs lädt eine dreiteilige Filmreihe ein zu Diskussionen zum Thema .

Das Urban Art Institute Hamburg e.V. (kurz: UIAH) möchte gemeinsam mit der Stiftung Wissensart der Frage nachgehen, ob und wie Urban Art öffentliche Räume verändert? Unter dieser Fragestellung lassen sich vielfältige Aspekte von Urban Art diskutieren. Als Einstieg in diesen Diskurs ist eine dreiteilige Filmreihe zum Thema „Kann Kunst den öffentlichen Raum verändern?“ geplant. Im Anschluss an die Filme wird es jeweils ein durch UAIH und die Stiftung Wissensart co-moderiertes Publikumsgespräch geben.

Studie zur Identitätssicherung von Kunst- und Kulturschaffenden in Zeiten der Corona-Pandemie

Studie zur Corona-Pandemie

Strategien der Identitätssicherung von Kunst- und Kulturschaffenden in Zeiten der Corona-Pandemie – Teilnahme an der Studie der Stiftung Wissensart und Quadriga gGmbH immer noch möglich.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf biografische Verläufe von Kunst und Kulturschaffenden? Fühlten sie sich in ihrer beruflichen und persönlichen Identität bedroht? Welche waren ihre individuellen Bewältigungsstrategien? Zu diesem Fragekomplex der Verarbeitungsstrategien erstellen die in Berlin ansässige Stiftung Wissensart und die Hamburger Quadriga gGmbH eine Studie. Da die Befragungen noch nicht abgeschlossen sind, besteht die Möglichkeit, an dieser Erhebung teilzunehmen.

Foto: Carl Philipp

Kulturmanagerin Anna Lafrentz: „… kleine eigenständige Existenzen gehen unter und werden im Stich gelassen.“

Die Kulturmanagerin und studierte Kunsthistorikerin über ihre Erfahrungen während der Zeit der Pandemie und über ihre Kritik an der Politik, wie in dieser Zeit mit freiberuflich tätigen Kulturschaffenden umgegangen wurde.

„Die Worte ‚wir lassen niemanden im Stich‘ waren ein weiteres Mal heiße Luft. Wann ändern wir unsere Systeme endlich so, dass nicht Kapital, sondern Mensch und Planet die Entscheidungen beeinflussen?“

Das Interview führte KP Flügel

Foto: Lucja Romanowska

Kostümbildnerin Sophia Lund fühlte sich abgehängt: „In der Coronazeit wurden Druck und finanzielle Abhängigkeit verschärft“

Als essentielle Eckpunkte für Ihre Identität als Künstlerin nennt Kostümbildnerin Sophia Lund: „Offenes Denken, Beobachtungsgabe, Unabhängigkeitsstreben, Schaffensdrang, Experimentierfreude, Output, Austausch.“

Als der Lockdown verkündet wurde, hatte sie „keine Lust mehr den Kopf weiter hängen zu lassen und die Idee ihrer freien Unabhängigen Solo-Arbeit weiterverfolgt.

Das Interview führte KP Flügel

 

„In Gesprächen suche ich Auswege aus der Krise des Stillstands“

Timo Jacobs, Schauspieler, Regisseur, Autor und Produzent, zur Situation während der Corona-Zeit: 

Identifiziert mit hohem kindlichen Anteil erforsche ich Selbstwirksamkeit, um ein positiveres Weltbild zu erzielen. Nach dem Motto, ich habe am Diskutieren Vergnügen, solange ich niemanden überzeugen muss. Aber brauchen wir den Willen zu überzeugen, um überhaupt etwas zu schaffen? Ich möchte behaupten, dass sich nicht die Stärkeren oder die Klügeren entwickeln, sondern die Menschen, die auf Veränderungen reagieren. Kultur lässt uns wachsen und verbindet uns, ist logisch, nur noch nicht bei allen angekommen.

Projekte

Mohammed ‚Ziko‘ Ghunaim/ Foto: KP Flügel

Heimatversuche IV -[Land] ohne Salz بلد] بلا ملح]

Eine Hommage an all die Menschen, die das Meer überquert haben. Mehrsprachiges Theaterprojekt von Mohammed ‚Ziko‘ Ghunaim. Aufgeführt in der Embassy of Hope, der Garage des Thalia Theaters. Gefördert von der Stiftung wissensart.

„Am Strand, an einem unbestimmten Strand, in einem unbekannten Land, treffen zwei junge Menschen auf die Welt, alle wollen sich hier verabschieden, das Meer durchqueren, viele ahnen etwas. Mein Bruder und ich waren auch dort, auf der Suche nach einem anderen Ort zum Leben. Ihre Augen, in denen einer Oud spielt, inmitten des großen Meeres, der erste Kontakt mit Schwalben.“

„play the piano!“

Das Projekt verbindet Street Art, Musik und Innenstadt

Acht von Street-Art-Künstlern zwischen Harburger Innenstadt und Binnenhafen gestaltete Klaviere sollen Passanten zum Mitspielen und Mithören animieren. „Das Beste“, betont Lukas Grellmann, „alle können ganz einfach mitmachen. Entweder selbst spielen oder einfach zuhören.“

Antonia Marmon, Geschäftsführerin von Harburg Marketing: „Das Projekt zeigt nicht nur, dass Harburg ein Standort für innovative und kreative Ideen ist, sondern auch, dass die Harburger Innenstadt von allen aktiv mitgestaltet werden kann.“

TAG Conference 2023: Gespräch mit der Kulturwissen -schaftlerin Sanja Ewald zur Bedeutung der Tags im Stadtraum. Hamburg 2023“ 

Eine Konferenz über das Tagging in Geschichte und Gegenwart.
Donnerstag, 29. Juni bis Samstag, 1. Juli 2023, auf der Sanja Ewald einen Vortrag zum Thema gehalten hat. 

„Beim Taggen geht es wirklich mehr um die Quantität, darum, dass das Pseudonym ziemlich schnell in den Stadtraum geschrieben wird, aber dennoch mit einem Tag, das so auffällig, so individuell ist, dass es einen Wiedererkennungswert hat und man sich damit über die Jahre auch einen Namen macht und sich mit dem Tag auch den Stadtraum quasi erschließt…

Graffiti-Buchmesse: UNLOCK BOOK FAIR im Rahmen der Ausstellung EINE STADT WIRD BUNT

Am 3. und 4. Juni findet die „Unlock Book Fair“ im Museum für Hamburgische Geschichte statt.

Auf der internationalen und unabhängigen Buchmesse präsentieren kleine Verlage ihr Programm zu Themen wie Graffiti, Urban-Art, Stadtfotografie oder alternative Stadtgeschichte.

wissensWert

„Embassy of Hope – Café International“ – Für Mohammed „Ziko“ Ghunaim ein kultureller Begegnungsort für Menschen unterschiedlicher Herkunft

Seit 2017 leitet Mohammed Ghunaim, genannt „Ziko“, das im Thalia an der Gaußstraße angesiedelte Projekt „Embassy of Hope – Café International“. Für sein Engagement erhielt er 2022 die Auszeichnung „Hamburger des Jahres“ des TV-Senders Hamburg1 im Bereich Kultur.

Ninia stellt vor……….

Ninia LaGrande mag den Spagat zwischen den Szenerien von off bis etabliert / sie kuratiert die queer-feministische Literaturreihe „Ninia stellt vor …. “ die von der Stiftung Wissensart gefördert wird

„Die Intention, die Reihe ‚Ninia stellt vor …… Queer feministische Literatur im Pavillon Hannover‘ zu kuratieren, entstand auf Anregung von Penelope Gayer, die für das Kulturzentrum Pavillon in Hannover literarische Reihen bzw. Veranstaltungen organisiert“, verrät Ninia LaGrande.

Für Paulina Czienskowski sind Lesungen besonders lohnend für ihre einsamen Stunden beim Schreiben

Paulina, 2018 ist Dein Erzählband „Manifest gegen die emotionale Verkümmerung“ erschienen, 2020 kam Dein Debütroman „Taubenleben“ heraus, 2021 folgte das Buch „Sich erinnern, man selbst zu sein“ – eine, wie es auf Deiner Homepage heißt, „Selbstbefragung auf der Suche nach dem Kern eigener mentaler Verletzungen“.

Presse

Buchpreis für ‚EINE STADT WIRD BUNT‘

Auszeichnung der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek für das Buch „Eine Stadt wird bunt“ mit dem Preis „HamburgLesen – Hamburg-Buch des Jahres“ und überwältigend positive Resonanz auf die gleichnamige Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte